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Korfu Naturschutz, Tierschutz in Griechenland

Wilde Muellhalde auf Korfu
Korfu Naturschutz, Korfu Umwelt

 

......sind heikle Themen, die in meinem Korfu Forum immer mal wieder Anlass zu Diskussionen geben. Wer Griechenland bzw. Korfu bereist, wird auf Touren gelegentlich auch "etwas andere Bilder" zu Gesicht bekommen.

 

Da wird schon mal Sperrmüll auf einer wilden Müllkippe entsorgt; das Autowrack rostet in der Landschaft vor sich hin oder der alte Herd wird in der Bergwelt über den Abhang "entsorgt". Eine "Plastikflaschenkultur" sorgt dafür, dass einzelne Exemplare dieser Spezies immer wieder in der Natur auftauchen.

 

Diese Bilder werden dem Urlauber nicht permanent begegnen, aber es gibt sie. Bitte sehen sie meine Beschreibungen lediglich als Information an - eine Bewertung möchte ich hier bewusst nicht vornehmen, denn eine solche liegt immer im Auge des Betrachters.

Hunde in Korfu Stadt
Tierschutz in Griechenland

 

Wie in vielen südlichen Ländern hat das Thema nicht annähernd den Stellenwert, wie man dies z.B. in Deutschland gewohnt ist. Tiere werden oft nur nach dem Nutzen bewertet und selten wird Geld investiert, wenn kein Gegenwert zu erwarten ist.

 

Hunde und Katzen sind häufig sich selbst überlassen, was eine unkontrollierte Population nach sich zieht.

 

Tierhilfe-Organisationen (meist aus England oder Deutschland) versuchen, sich dieser Probleme anzunehmen und den Streunerhunden und -katzen zu helfen.

Auch Esel haben es auf Korfu nicht leicht. Die Esel Auffangstation Corfu Donkey Rescue habe ich 2011 besucht > Zum Artikel mit Bildern


Meine ganz persönliche Meinung:

Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Tierquälerei mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln begegnet werden muss! Man sollte sich aber bewusst sein, dass der Umgang mit Tieren ein völlig anderer ist, als wir das z.B. in Deutschland gewohnt sind. Ein zu kurz angebundener Hund zur Bewachung eines Hühnerstalls wird in vielen Menschen Ärger auslösen - der Versuch, hier gegenüber dem Besitzer Überzeugungsarbeit zu leisten, wird meist Unverständnis erzeugen. Einen Versuch sollte man immer wagen, aber sehen sie dem Besitzer auch nach, wenn er nur überrascht den Kopf schüttelt und keinerlei Anstalten macht, ihrer Bitte nachzukommen. Generationen vor ihm haben die notwendige Bewachung der Hühner so geregelt und der Besitzer hat den Umgang mit Tieren schlicht und ergreifend nicht anders erlebt und gelernt! Vielleicht lassen sich durch ein netten Gespräch etwas bessere Bedingungen für den Hund erreichen (z.B. längere Leine, Hundehütte, schattiger Platz etc.). Wer mit barschem Ton auf den Besitzer zugeht, wird nichts erreichen! Man verzeihe mir diese etwas provokante Aussage, aber wer lässt sich im eigenen Land schon gerne von einem "Ausländer" belehren?

 

Was kann man tun und wie kann man helfen?

Solange nur geringe Akzeptanz innerhalb der griechischen Bevölkerung zum Thema Tierschutz vorhanden ist, werden es insbesondere auch die ausländischen Tierschutzorganisationen schwer haben, für ihre Arbeit die notwendige Unterstützung vor Ort zu bekommen. Um die unkontrollierte Population einzugrenzen, werden immer wieder Tierärzte gesucht, die vor Ort Kastrationen vornehmen - diese Aktionen sind eine sehr gute Sache und haben meiner Meinung nach absolute Unterstützung verdient.

 

Die von einigen Organisationen propagierten "Flugpatenschaften" sind für eine kurzfristige und schnelle Sofortmaßnahme in Notfällen sicher auch geeignet. Wenn aber primär diese Art der Tierhilfe organisiert und praktiziert wird, halte ich dies auf lange Sicht für den falschen Weg. Letztlich ist es eine Problemverlagerung und "ein Fass ohne Boden". Mir ist bewusst, dass eine solche Meinung auch erbitterte Gegner hat. Dennoch muss Kritik erlaubt sein, denn auch innerhalb renommierter Tierschutzorganisationen gibt es kritische Stimmen zum sogenannten "Tierexport".

 

ZU GUTER LETZT:

Pauschalurteile sind mir ein Greuel. Deshalb sei hier ganz klar erwähnt, dass es durchaus Korfioten gibt, die respektvoll mit Tieren umgehen und diese liebevoll behandeln. Aussagen wie "alle Griechen sind Tierhasser" halte ich für völlig absurd! Die griechische Bevölkerung ist im Umgang mit Tieren weder besser noch schlechter als wir.......sie sind einfach "anders" - überall wird es immer wieder "Rohlinge" geben, so wie es auf der anderen Seite auch immer wieder "Tierschutzfanatiker" geben wird.

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