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Korfu Tour von der Ostküste bis in den Norden

Wir beginnen die Tour nördlich der Hauptstadt Kerkyra in der Bucht von Gouvia. Begleiten Sie uns auf einem Ausflug in den Norden der Insel Korfu. Von Korfu Stadt aus immer entlang der Küstenstraße, die einem auf der Fahrt gelegentlich wie eine Aussichtspromenade vorkommt. Wir zeigen Ihnen, wo es sich lohnt, die Küstenstrasse zu verlassen und einige sehenswerte und interessante Orte zu erleben.
Reste der venezianischen Werftanlage in Gouvia | KorfuDie Bucht von Gouvia zählt zu den Touristikhochburgen der Insel Korfu. Viele Hotels, Tavernen, Shops, Bars etc. sorgen dafür, daß keine Langeweile aufkommt. Wassersportler finden ein reichhaltiges Angebot und der moderne Jachtversorgungshafen Gouvia Marina sorgt für internationales Flair.

Zu Beginn der Tour lohnt ein kurzer Abstecher zu den in der Mitte der Bucht gelegenen Resten venezianischer Schiffshäuser (ausgeschildert als Venetian Shipyards).
Nach dem kurzen Besuch in Gouvia geht es auf der Hauptstrasse weiter in Richtung Norden. Nach kurzer Fahrstrecke biegen wir Richtung Dassia und damit Richtung Küstenstrasse ab. Bleiben Sie immer auf der Küstenstrasse und lassen Sie die Orte Ipsos, Barbati und Nissaki hinter sich. Natürlich lohnt es sich immer, an geeigneter Stelle einen kurzen Halt einzulegen und die schönen Aussichten über die Nordostküste Korfus zu bewundern.

Von der Küstenstraße führt bald eine Abzweigung  nach Kalami und Kouloura. Der malerische Hafen von Kouloura gehört zu  den schönsten Fotomotiven der Insel. Direkt am Hafen gibt es keine Parkplätze. Man sollte also die letzten Schritte zu Fuß gehen! Der alte Landsitz am Hafenbecken stammt aus  dem 16.Jh und ist im Besitz einer italienischen Familie - für die  Öffentlichkeit nicht zugänglich!

Die benachbarte Bucht Kalami besitzt  eine Sehenswürdigkeit, die vor allem Engländer anzieht: das Weiße Haus,  in dem Lawrence Durell sein Buch "Schwarze Oliven" schrieb.
Weiter geht es in Richtung Norden nach Kassiopi. Der Ort ist gewissermaßen das Nordlicht der Ostküste. Kassiopi hat Geschichte: im Jahr 31 v.Chr. soll sich Gajus Julius Cäsar hier aufgehalten haben und Kaiser Tiberius soll in Kassiopi sogar eine Villa besessen haben. Heute kommt man hierher, um den Hafen zu sehen, der zu den schönsten der Insel Korfu gehört. Im Halbkreis der Bucht gibt es eine Vielzahl Tavernen, Cafes und Souvenirshops. Im Wasser schaukeln bunte Boote und die Ausflugsdampfer tuckern aus und ein. Schaut man vom Hafen über die felsige Halbinsel, erkennt man die Überreste einer Festung.

Von der früheren Festung ist außer den  Mauerresten und dem noch recht gut erhaltenen Eingangstor nicht viel zu  sehen. Den Fußweg zur Festung finden Sie an der  Straße zum Hafen gegenüber der Kirche "Panagia Kassiopitra". Die letzten Jahre wurde die Festung auch Innen renoviert und es wurden gut begehbare Wege  geschaffen. Machen Sie einen Rundgang und es eröffnen sich immer wieder  eindrucksvolle Blicke auf Kassiopi und das gegenüber liegende Albanien.
Nach einem Bummel durch Kassiopi geht es weiter entlang der Küste bis nach Nea Perithia und Agios Spiridon. Perithia ist der "Ruhepol" während unserer Aufenthalte auf Korfu. Der kleine Ort liegt zwischen Kassiopi und Acharavi und ist vom Massentourismus noch weitgehend verschont geblieben. Hier lässt sich die griechische Lebensart trefflich genießen. Ein gemütlicher Einkauf bei Spiros im Krämerladen oder ein Gläschen Wein in einer der beiden empfehlenswerten Tavernen - was braucht der Mensch mehr!

Gegenüber der Zufahrtstrasse nach Nea Perithia liegt die empfehlenswerte Eisdiele ICE DREAM. Wem nach einer Ruhepause ist, sollte hier Halt machen und eine der vielen Eis- und Waffelkreationen versuchen. Wenn Sie möchten, machen Sie danach einen kleinen Abstecher zum Strand von Agios Spiridon.

Nun machen wir uns auf den Weg zur Höhle bei Loutses. Durchfahren Sie den kleinen Ort Nea Perithia und halten Sie sich immer bergauf bis nach Loutses. Fast am Ortsende folgt man den kleinen  Schildern "Cave". Der asphaltierte Weg führt mittlerweile bis kurz vor die Höhle, so dass es nur noch ein kurzer Fussweg bis dorthin ist. Einige Steinhütten sind oberhalb des Abstiegs gebaut und der Anfang des steilen Weges zu den Höhlen wurde durch einen "Mauereingang" gekennzeichnet.

Ein kleiner Einblick in die Höhle (Grava bedeutet im korfiotischen Dialekt Höhle) Es wird vermutet, dass die Höhle in prähistorischer Zeit bewohnt war und einst das Bett eines unterirdischen Flusses war. Die breite Öffnung ist insgesamt 100m lang, 40 bis 50m hoch und reicht bis etwa 30m in die Tiefe. (Quelle: "Terra  Kerkyra").

Von Loutses ist es nicht mehr weit bis nach Paleo Perithia (Alt Perithia), einem der ältesten Bergdörfer der Insel Korfu. "Es geht rechts den Berg hinauf. Nach kurzer  Fahrt hat man Loutses erreicht - und wieder einmal das Ende der  Asphaltstraße. Ab hier sollte man nur noch mit vierradgetriebenen Wagen  fahren. Am besten, man geht zu Fuß. Eine Stunde Aufstieg zwar-aber es  lohnt". So geschrieben in einem Reiseführer aus dem Jahr 1986.

Inzwischen wurden die Straßen ausgebaut und man kann problemlos mit dem Auto bis kurz vor den Ortseingang fahren. Irgendwie auch etwas schade, denn wir erinnern uns sehr gerne an unseren ersten Besuch in "Old Perithia" im Jahre 1988. Wir mussten das Auto hinter Loutses abstellen und zu Fuß weitergehen. Ein wunderschöner Marsch durch die Bergwelt mit herrlichen Ausblicken war die Belohnung.

Machen Sie in Paleo Perithia eine längere Rast und schauen Sie sich das alte Bergdorf an. Eine ausführliche Beschreibung mit Fotos und einem kleinen Video finden Sie auf unserer Seite Korfu Orte - Paleo Perithia (Alt Perithia).
Die Tour geht auf selber Strecke über Nea Perithia weiter nach Acharavi. Der Ort hat sich zum beliebten Touristenzentrum entwickelt und der  erste Eindruck ist geprägt von der lebhaften Hauptstrasse. Entlang der  Durchfahrtstrasse ziehen sich viele touristische Angebote (Tavernen,  Bars, Autovermietungen, Touristik-Büros, Shops etc.). Hinzu gesellen  sich nützliche Einrichtungen (z.B. Banken, Apotheke, Ärzte,  Einkaufsmärkte, Bäcker, Metzger). Der erste hektische Anschein weicht,  sobald man die Hauptstrasse verlässt und die vielen Stichstrassen rechts  und links der Hauptstrasse erkundet.

Geschichte: Acharavi hieß in der Antike Ivi. Die Römer zerstörten im Jahr 32 v.Chr. die Siedlung und brachten alle jungen Leute um. Der Ort wurde danach "freudlose Jugend" genannt - auf griechisch "achari ivi". (Quelle:"Terra Kerkyra")

Falls Sie genügend Zeit für die Tour eingeplant haben, können Sie hier das interessante Volkskundemuseum in Acharavi besuchen (geöffnet meist nur bis 14 Uhr).
Wer noch nicht genug hat und das Landesinnere ein wenig erkunden möchte, kann sich nun auf den Weg nach Nimfes machen, um dort die Kirche Estavromenou, die Wasserfälle und das Kloster Askitario zu besuchen. Von Acharavi aus fährt man weiter nach Roda. Dort an der Ampelkreuzung links und weiter bis Platonas. Am Ortsausgang in Platonas weist ein Hinweisschild links ab nach Nimfes. Einige Kilometer weiter taucht links der Strasse (noch vor dem Ort) die Kirche Estavromenou auf.

Wie Sie vom Dorfplatz in Nimfes den weiteren Weg zum Wasserfall von Nimfes und zum Kloster Askitario finden, können Sie in unserer ausführlichen Beschreibung nachlesen: Wasserfälle in Nimfes und Kloster Askitario.
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