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Kloster Panagia Mirtiótissa (Moni Myrtidión) auf Korfu - Griechenland - von Thorsten Solmecke - Juli 2006

Es geht Richtung Glifada an den Strand Mirtiotissa in den Westen von Korfu. Ein Ausflug zu einem Ort, der nicht von Touristen überlaufen ist und der die Ruhe zu genießen verspricht. Im Kalksteingebirge steht an der Küste, von Olivenbäumen umgeben, das Kloster Panagia Mirtiótissa (Moni Myrtidión). Von den Orten Vatos und Pelekas ist das Kloster knapp ausgeschildert und das letzte Stück des Weges muss über einen Feldweg zu Fuß gegangen werden. Etwa 20 Minuten geht es bergab, vorbei an vielen Blumen, Kräutern und Olivenbäumen. Zwei kleine Tavernen liegen am Wegesrand und der Pfad führt weiter durch eine einsame Bucht, an einem Badestrand vorbei.

Kloster Mirtiotissa Korfu
Kloster Mirtiotissa auf Korfu Korfu Mirtiotissa
Mirtiotissa Korfu

Der Mönch Vater Sofronis begrüßt seine Gäste sehr herzlich und fragt, aus welchem Land sie angereist sind. Er selbst hat in Münster und Düsseldorf studiert und spricht fließend Deutsch, Englisch und - natürlich Griechisch.

Nach einigen Jahren kirchlicher Arbeit in Bethlehem hatte er sich in das kleine Kloster auf Korfu versetzen lassen und dort beinahe eine Ruine vorgefunden. Als seine Aufgabe betrachtet der Vater die Wiederherstellung des Klosters.

 

Dem Besucher wird die sehr bewegte und interessante Geschichte des Klosters erzählt. Beginnend mit einer Legende des 14. Jahrhunderts über die Konvertierung eines Türkens zum Christentum, über bedeutende Gegenstände der sehr schönen Kirche und den Prozessionen in jedem Jahr.

 

Sehr viele Räume hat der Vater mit seinen Arbeitern restauriert und auch der alten Olivenmühle zur Gewinnung des kostbaren Öles steht eine Verschönerung bevor. Noch heute werden die Oliven vom Klosterberg durch Bauern geerntet und zu Olivenöl verarbeitet. Auf freundliche Nachfrage erhält der Besucher von Vater Sofronios eine Probe des köstlichen Öles. Gerne werden seinen Gästen die prachtvollen Pflanzen auf dem Grundstück des Klosters gezeigt und besonders die Myrtensträucher haben in der Geschichte des Kirchenhauses eine wichtige Bedeutung.

 

Mit Hunden, Katzen, die oft von Nachbarn vor die Türe gesetzt werden, mit Kaninchen, Hühnern und einer zugelaufenen Ziege lebt der Vater bescheiden im Kloster. Seinen Unterhalt erwirtschaftet er selber. Für die Restaurierung des Klosters und für dessen Unterhalt und der der Tiere ist er auf Spenden angewiesen. Die Zeit von 13 Uhr bis 17 Uhr sollte der Ruhe im Kloster und den kirchlichen Pflichten vorbehalten bleiben und nicht gestört werden. Der Besuch Panagia Mirtiótissa (Moni Myrtidión) ist eine sehr schöne Alternative zu den großen Klöstern der Insel.

Die Gespräche mit dem Vater schließen den Kreis des Besuches mit dem Gefühl - ich habe jemanden getroffen, gesprochen und dieser entlässt mich in meine gewohnte Welt. Dennoch, auch die Natur und die schöne ruhige Lage können den Besucher zu einer inneren Ruhe finden lassen.

 

Bild © Thorsten Solmecke

www.leuchttuerme.de

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